Wie übt man “richtig” Tai Chi?
Der erste Schritt in ein erfülltes und glückliches Leben beginnt mit der bewussten Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Je aufmerksamer und achtsamer Sie mit sich selbst umgehen, desto mehr werden Sie von einer ausgewogenen Gesundheit, gesteigerter Kreativität oder einem erhöhten Maß an sozialer Kompetenz profitieren. Genau an diesem Punkt setzt mein Entspannungsprogramm an. Techniken wie Progressive Muskelrelaxation (PRM), Autogenes Training (AT), Qigong oder auch Tai Chi Chuan sind ideale Methoden, die sich immer aufs Neue bewährt haben, weil sie eine umfassende und lang anhaltende Kräftigung und natürliche Regeneration bewirken. Ich biete Schnupperkurse, Fortbildungen, Kurse und Einzeltrainings in Progressiver Muskelrelaxation (PRM), Autogenem Training (AT), Qigong, Qigong für Kinder und Tai Chi Chuan im Raum Köln, Bonn und Oberberg an. Wenn Sie keinen der Kurse oder Workshops besuchen können, komme ich auch gerne in Ihr Unternehmen.
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Wie übt man “richtig” Tai Chi?

 

Wie übt man “richtig” Tai Chi?

Posted by SE in Bewegung, Qigong, Tai Chi Chuan 29 Mrz 2016

In Tai Chi Chuan- oder Qigong-Kursen und in Seminaren kommt häufig die Frage: “Kann ich mir die Übungen auf DVD oder bei YouTube anschauen oder gibt es ein Buch in dem ich nachlesen kann? Ich möchte die Übungen halt ganz richtig machen und mich auch daran erinnern können.” Nun, Ich kann dieses Anliegen gut verstehen, zumal gerade digitale Medien eine einfache Form darstellen, Inhalte zu vermitteln und scheinbar auch zu lernen. Häufig führt aber gerade diese Herangehensweise zu Frustrationen und ist tatsächlich wenig geeignet, es “richtig” zu machen. Die Methode des Tai Chi Chuan oder des Qigong kann man gewiss aus Büchern oder durch eine DVD lernen, die Idee und die tieferen Prinzipien lassen sich jedoch dadurch nicht erlernen. Ein Verständnis für die Komplexität der Haltungsstruktur und der Bewegungsmuster lässt sich nur durch persönlich angeleitetes Üben entwickeln.

Ein Verstehen von Tai Chi Chuan und Qigong wächst langsam und lebt durch die direkte persönliche Erfahrung, die Korrektur durch einen Lehrer und die Kontinuität des eigenen Lernens.

Einige Tipps aus meiner eigenen Lernpraxis können Ihnen helfen, das Üben und Lernen zu erleichtern. Die Angaben zu den Figuren aus dem Tai Chi Chuan lassen sich auf alle Übungen, auch die des Qigong, übertragen.

• Nehmen Sie sich eine (1) Figur aus der Form vor, und üben Sie nur diese eine Figur 15 – 30 Minuten täglich über einen längeren Zeitraum (min. 2 Wochen). Nehmen Sie z.B. die Wolkenhände: Diese Figur ist “einfach” und doch sehr komplex. Üben Sie die Verlagerung des Gewichts und das seitliche Schreiten, üben Sie die Drehung der Hände, die Bewegung/Drehung aus der Taille, üben Sie das Verbinden aller Elemente (Taille, Hände, Beine – und Geist). Oder nehmen Sie sich nur die Armbewegung der ersten Figur vor (Eröffnen der Form/Heben und Senken). Diese simple Bewegung hat es in sich, wenn man sich die Mühe macht vollkommen in sie einzutauchen, sie mit jeder Faser des Körpers verstehen zu wollen.

Alleine bei dieser Bewegung können Sie so viel über Ihren Körper und die Prinzipien des Tai Chi Chuan lernen. Achten Sie z.B. darauf wie sich beim Drehen der Handrücken nach vorne, bevor Sie die Arme heben, der Rücken öffnet (die Schulterblätter sich von der Wirbelsäule zur Seite hin verschieben), wie beim Heben und Senken der Rücken, der Schwerpunkt, das Qi nach unten sinkt und wie Sie sich bei dieser Bewegung verwurzeln. Wenn Sie so üben, erübrigt sich jede DVD, denn Sie werden ein sehr tiefes Verständnis für Bewegung und Körperstruktur bekommen.

• Nehmen Sie sich vor, im Unterricht kurze Bewegungssequenzen, Korrekturen oder markante Punkte stichwortartig in einem Notizbuch festzuhalten. Ergänzen Sie diese Stichworte ggf. durch Skizzen (einfache Strichmännchen reichen). Eigene Notizen können durch kein Lehrbuch ersetzt werden, da Sie das Notierte bereits verstanden haben und es nur noch verinnerlichen müssen.

• Westliche Menschen haben häufig das Bedürfnis, alles richtig zu machen. Der Ehrgeiz verhindert aber genau das. Üben Sie lieber jeden Tag 15 Minuten, den eigenen Fähigkeiten entsprechend, als einmal in der Woche 2 Stunden “richtig”. Asiaten amüsieren sich oft über unser Bemühen, einmal in der Woche zu trainieren, dann aber alles exakt und “perfekt” machen zu wollen, statt regelmäßig, mit Freude und so gut es eben geht zu üben.

• Üben Sie mit Spaß! Das Üben sollte sich wie anfühlen wie Urlaub, wie eine erfrischende Dusche nach einem langen, mühsamen Tag, es sollte sich anfühlen wie Wind in den Gräsern und wie Wolken die am Himmel entlang ziehen – auch wenn dieser Effekt manchmal erst nach dem Training einsetzt.

Ich habe während meines eigenen Lernens von meinen Lehrern immer wieder hören müssen: “Mache die Bewegung mindestens 5.000 mal, dann bekommst du allmählich ein Verständnis davon.”

Beginnen Sie! Jetzt!

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