Handhaltung im Qigong
Der erste Schritt in ein erfülltes und glückliches Leben beginnt mit der bewussten Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Je aufmerksamer und achtsamer Sie mit sich selbst umgehen, desto mehr werden Sie von einer ausgewogenen Gesundheit, gesteigerter Kreativität oder einem erhöhten Maß an sozialer Kompetenz profitieren. Genau an diesem Punkt setzt mein Entspannungsprogramm an. Techniken wie Progressive Muskelrelaxation (PRM), Autogenes Training (AT), Qigong oder auch Tai Chi Chuan sind ideale Methoden, die sich immer aufs Neue bewährt haben, weil sie eine umfassende und lang anhaltende Kräftigung und natürliche Regeneration bewirken. Ich biete Schnupperkurse, Fortbildungen, Kurse und Einzeltrainings in Progressiver Muskelrelaxation (PRM), Autogenem Training (AT), Qigong, Qigong für Kinder und Tai Chi Chuan im Raum Köln, Bonn und Oberberg an. Wenn Sie keinen der Kurse oder Workshops besuchen können, komme ich auch gerne in Ihr Unternehmen.
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Handhaltung im Qigong

 

Handhaltung im Qigong

Posted by SE in Qigong 18 Mai 2015

Handhaltung QigongFrage: Ich bin auf der Suche nach einer Erklärung für die Handposition auf dem Dantian während mancher Übungen. Sie beschreiben diese bei der Qi-Bauch-Massage so, wie ich sie auch gelernt habe, dass Frauen zuerst die rechte und dann die linke Hand auf das Dantian legen und Männer umgekehrt. Gibt es eine schlüssige Begründung für diese Anweisung? Ich habe bisher weder im Internet noch in meinen Büchern dazu etwas Konkretes gefunden.

 

Antwort: Die Frage, die Sie stellen, wird immer wieder gestellt und offen gestanden weiß ich selber bis heute nicht, warum die Hände in dieser Weise aufeinander gelegt werden. Ich habe meine Lehrer immer wieder nach diesem Sachverhalt gefragt, doch eine Antwort sind sie mir alle bis heute schuldig geblieben.

Ich habe viel darüber nachgedacht, warum bei Frauen die rechte und bei Männern die linke Hand zuunterst liegt. Dabei beobachte ich immer wieder, dass, wenn ich Menschen auffordere beide Hände auf den Unterbauch zu legen, diese in der Mehrzahl automatisch die „richtige“ Hand auf den Bauch und die andere darüber legen. Es scheint also ähnlich wie bei Rechtshändern und bei Linkshändern zu sein: Einen Linkshänder, auch wenn er „umgelernt“ wurde, erkennen Sie stets daran, wie er in die Hände klatscht: nämlich mit der linken von oben auf die rechte Hand schlagend und nicht umgekehrt, wie es „echte“ Rechtshänder tun.

Eine mögliche Erklärung für die Handhaltung, die Sie ansprechen, habe ich in der Polarity-Methode gefunden, die ja z.T. auf dem gleichen energetischen Denkmodell wie die TCM beruht. Demnach ist, um es etwas zu verallgemeinern, die Körperrückseite (der Rücken) des Menschen grundsätzlich Yang, die Vorderseite (Rumpf) ist Yin. Die linke Hand des Mannes ist Yang, die rechte Yin, bei Frauen ist es umgekehrt. Dies würde auch der Ansicht von Prof. Wu Zong Hu (Qigong-Meister und Leiter des Shanghai Forschungsinstituts für Prävention und Behandlung Tumorkranker) entsprechen. Schaut man sich jetzt die Anordnung der Körpervorderseite in Beziehung zu den beiden übereinanderliegenden Händen an, so ergibt sich daraus die energetische Anordnung Yin – Yang – Yin. Das wiederum entspricht dem I Ging Trigramm K’an, das dem Wasser und dem Norden entspricht. In diesem Symbol drückt sich das Ruhepotenzial der Erde aus, aber auch das nach unten Fließende. Insofern würde es also durchaus zur Intention der Übung passen, nämlich die Aufmerksamkeit und das Qi/Blut zur Mitte (= Wandlungsphase Erde) zu führen und das Yin der Nieren (= Wandlungsphase Wasser) zu stärken.

Es gibt Menschen, die auch nach längerem Üben, die von Ihnen erwähnte Handhaltung als nicht angenehm empfinden. In diesem Fall sollte man seinem Gefühl nachgeben und die angenehmere Handhaltung wählen. Selbst wenn die korrekte Nachahmung von Übungen immer wieder gefordert wird, ist es doch wichtig, seinen eigenen Impulsen im Rahmen des Möglichen und Nötigen zu folgen. Nur das bringt Gelingen.

Das ist nun mein ganz persönlicher Erklärungsversuch.

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