Die Leichtigkeit im Tai Chi Chuan
Der erste Schritt in ein erfülltes und glückliches Leben beginnt mit der bewussten Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse. Je aufmerksamer und achtsamer Sie mit sich selbst umgehen, desto mehr werden Sie von einer ausgewogenen Gesundheit, gesteigerter Kreativität oder einem erhöhten Maß an sozialer Kompetenz profitieren. Genau an diesem Punkt setzt mein Entspannungsprogramm an. Techniken wie Progressive Muskelrelaxation (PRM), Autogenes Training (AT), Qigong oder auch Tai Chi Chuan sind ideale Methoden, die sich immer aufs Neue bewährt haben, weil sie eine umfassende und lang anhaltende Kräftigung und natürliche Regeneration bewirken. Ich biete Schnupperkurse, Fortbildungen, Kurse und Einzeltrainings in Progressiver Muskelrelaxation (PRM), Autogenem Training (AT), Qigong, Qigong für Kinder und Tai Chi Chuan im Raum Köln, Bonn und Oberberg an. Wenn Sie keinen der Kurse oder Workshops besuchen können, komme ich auch gerne in Ihr Unternehmen.
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Die Leichtigkeit im Tai Chi Chuan

 

Die Leichtigkeit im Tai Chi Chuan

Posted by Siegbert Engel in Bewegung, Tai Chi Chuan 31 Mai 2010

Leichtigkeit (qing)
Von Wang Pinzheng

Aus dem Vereinsmagazin der Jianquan Taijiquan Association Shanghai vom 30.4.1981

Eines der Hauptziele beim Üben des Taijiquan ist Entspannung (song). Beim Pushhands ist Entspannung sogar noch wichtiger. Dies ist eine Tatsache, die alle kennen und es scheint sehr leicht erreichbar zu sein.

Tatsächlich ist es aber nicht so: Zwar ist bekannt, dass Anfänger sich nicht so leicht entspannen, aber selbst ein langjähriger Freund des Taijiquan, der sich mit jemandem auf ein Kämpfchen einlässt und von dem Anderen geschlagen wird, muss sich die Kritik anhören: „Du bist nicht entspannt genug!” Man muss Entspannung im gesamten Körper erreichen. Von der Leichtigkeit (qing) ausgehend kann man allmählich Entspannung erreichen.

Beim Üben der Bewegungen gilt:
• Der Mund ist ganz leicht geschlossen.
• Man atmet ganz leicht durch die Nase.
• Die Zähne berühren sich ganz leicht.
• Die Zungenspitze stützt ganz leicht den Gaumen.
• Man schluckt ganz leicht den Speichel.
• Der Kopf ist aufgerichtet, als ob man eine Schale darauf trägt und der Scheitel ist ganz leicht gestreckt.
• Die Augen blicken ohne Anstrengung ganz leicht nach vorne.
• Für die nach außen gerichteten Bewegungen der Hände braucht es Leichtigkeit, für die nach innen gerichteten ebenso.
• Bei den Schritten wird das Bein nur ganz leicht gehoben und ganz leicht wieder abgesetzt.

In der „Abhandlung zum Taijiquan” heißt es dazu: „In jeder Bewegung muss der Körper leicht und gewandt (ling) sein.” Das ist genau die obige Bedeutung. Eine gute Beschreibung dieser Form der Leichtigkeit ist: „Schreite, wie eine Katze sich bewegt.” Beim Pushhands gilt: Wenn der Andere mit Kraft angreift, darf man auf keinen Fall mit harter Kraft Widerstand leisten. Man muss ganz leicht an den Händen des Anderen kleben, seinen Bewegungen folgen und sie nach vorne leiten. Dann verstärkt man plötzlich die Kraft des Anderen und lässt so seiner Kraft keine Chance, gemäß dem Grundsatz „Ist eine Bewegung schnell, dann antwortet man schnell”.

Nur wenn man Leichtigkeit besitzt, kann man „den Anderen kennen”. Wenn man Härte verwendet, dann lässt man „den Anderen wissen” und wird bestimmt von ihm geschlagen. Wenn Leichtigkeit erreicht wurde, stellt sich auch Entspannung ein. Das gongfu verbessert sich und der ganze Körper wird leicht. Die 77-jährige Lehrerin Wu Yinghua hat, wenn sie übt, eine grazile und anmutige Körperhaltung. Der schon 81 Jahre alte Lehrer Ma Yueliang schwingt ganz leicht eine drei Meter lange Lanze. Dieses alte Ehepaar: Die Leichtigkeit ihrer Körper ähnelt der der Schwalben. Sie schreiten wie in Windeseile. Diese 70- und 80-jährigen, man kann wirklich nicht mit ihnen Schritthalten.

Natürlich hat die Leichtigkeit, von der ich sprach, die Bedeutung der Leichtigkeit der Entspannung, der Weichheit und der Gewandtheit, aber bestimmt nicht die Bedeutung der Leichtfertigkeit. Die Bedeutung von Leichtfertigkeit setzt sich aus zwei wichtigen Punkten zusammen: In der Form darf man nicht unachtsam üben. Beim Pushhands darf man nicht leichtsinnig oder rücksichtslos sein.

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