Als Autor freut es mich besonders, wenn ich Anfragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge von LeserInnen bekomme. Es zeigt mir, dass einige LeserInnen sich intensiv und durchaus kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Vor einigen Tagen erhielt ich eine Anfrage zu den Übungsanweisungen die ich in dem Buch Qi Gong für mich gebe. Die Leserin fragt: “Es geht um die Angabe, wann man Qi Gong nicht ausführen sollte. Sie schreiben unter anderem bei Wetterumschwüngen, schlechter Grundstimmung, Neurosen, Schwangerschaft und starker Menstruation etc. Weshalb soll dann kein Qi Gong praktiziert werden? Das Buch bleibt mit dem Verweis auf Kursleiter leider eine Erklärung offen. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht (…), dass ich zum Beispiel bei leichten Spannungskopfschmerzen die Chance habe, dass diese danach weg sind. Außerdem kann es entspannen. Wo liegt also die Gefahr?”
Ich habe im Folgenden versucht, die wichtigsten Punkte so verständlich wie möglich zusammenzufassen.

Grundsätzlich können Sie Qigong immer und überall praktizieren. Es gelten jedoch einige Einschränkungen, die Sie beachten sollten.
Mitunter kommen Menschen in meine Kurse, die von Ihrem Behandler den Tipp bekommen haben, Tai Chi Chuan oder Qigong zu praktizieren um sich zu entspannen. Stress, Überarbeitung, Burn-Out-Syndrom sind nur einige der gestellten Diagnosen. Die Enttäuschung ist groß, wenn die gewünschte Entspannung dann nicht rasch genug einsetzt.
Eine Frage, die sehr häufig gestellt wird, ist die Frage nach dem richtigen Lehrer bzw. der richtigen Schule. Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da es für Tai Chi Chuan und Qigong keine einheitlichen Richtlinien oder Gütekriterien gibt. Deshalb möchte ich im Nachfolgenden einige Anregungen geben, die bei der Auswahl und Beurteilung eines Lehrers helfen können.
Die 2. Auflage meines Buches “Qi Gong – Das Übungsbuch” erscheint in den nächsten Tagen.