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Artikel mit dem Stichwort ‘Entspannung’

Meditation gegen Schmerzen

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle auf einen Artikel verwiesen, in dem die positive Wirkung meditativer Praxis auf das Gehirn und die Stimmung beschrieben wird. Neue Studien zu aufmerksamkeitsbasierten Entspannungsmethoden zeigen nun, dass auch Schmerzpatienten von diesen Methoden profitieren können. In einem Artikel der Psychology Today Online finden Sie unter dem Titel “Breathe Away Pain” eine kurze thematische Zusammenfassung (und ein paar hifreiche Tipps).

Die richtige Entspannung

Entspannung wünschen sich viele Menschen. Gerade in Kursen und Seminaren erlebe ich es immer wieder, dass TeilnehmerInnen vom Arzt geschickt werden um sich durch gezieltes (Qigong- oder Tai Chi Chuan-) Training zu entspannen. Dabei gehen die empfehlenden Ärzte als auch die InteressentInnen oft von einer Form der Entspannung aus, die sie im Training so nicht finden.

Permanente Überlastung und negativer Stress führen zu erhöhter Reizbarkeit, Erschöpfung, Kreislaufproblemen, Schlaflosigkeit. All das soll sich durch das Training möglichst rasch in Wohlgefallen auflösen. In den Medien wird dieses falsche Bild einer “Instant-Entspannung” durch gut aussehende, durchtrainierte Modells in Lifestyle-Ambiente zusätzlich noch gefördert. Dass der Weg zu wahrer Entspannung mitunter steinig sein kann, und dass es eines gewissen Aufwands bedarf um dorthin zu gelangen, möchte man am liebsten nicht wahrhaben.

Egal ob man nun Yoga, Qigong oder Tai Chi Chuan praktiziert: Entspannung muss man erst wieder (und kann man) lernen. Um zu verstehen was mit Entspannung im Sinne der genannten Methoden gemeint ist, möchte ich den chinesischen Begriff song (sprich: Ssung) erläutern. Für song gibt es in unserer Sprache keine angemessene Übersetzung. Sinngemäß bedeutet song soviel wie entspannen, locker(n). Unter song wird eine bewusste Lockerheit des Körpers und des Geistes verstanden, die allerdings nichts mit Schlaffheit zu tun hat. Vielmehr wird versucht durch eine erhöhte Achtsamkeit nicht die gesamte Spannung im Körper zu lösen, sondern nur das Zuviel an Spannung zu entdecken und loszulassen. Und das ist ein aktiver Prozess. Nehmen wir das Bild einer Feder: Eine Feder die zu stark gespannt wird reißt. Eine Feder die nicht gespannt wird bewegt nichts. So ist es mit uns: Wenn wir uns zu lange überlasten, werden wir krank oder brechen zusammen. Sind wir lasch, bewegen wir auch nichts. Es geht darum das richtige Maß an gelöster Grundspannung zu finden und zu halten.

Auf der geistigen bzw. mentalen Ebene gilt das gleiche Prinzip. Normalerweise sind wir in einen permanenten inneren Monolog verstrickt, beschäftigen uns mit allen möglichen Dingen – von der Einkaufsliste bis hin zum Ärger mit Kollegen. Durch Achtsamkeit und wache Aufmerksamkeit können wir lernen, nach und nach den Geist von diesen inneren Selbstgesprächen, Urteilen oder Zweifeln zu befreien und auszudehnen. (Dass es sich dabei nicht um esoterischen Humbug handelt, weiß mittlerweile jeder Mensch der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt.)

Sind Körper und Geist von diesem Zuviel befreit und in einem Zustand gelöster, achtsamer Grundspannung bzw. Wachheit, wird man recht schnell einen Zuwachs an Vitalität, Spontaneität und (innerer) Ruhe verspüren. Durch fortgesetztes Üben kann man, quasi als Belohnung für die Mühe, diesen Zustand dauerhaft festigen. Sind wir dann einmal in einer Situation die Stress verursacht oder die uns überfordert, können wir uns durch die gelernten Methoden rasch regenerieren und in eine angenehme Grundstimmung zurückfinden.

Schütteln Sie sich frei!

Fühlen Sie sich angespannt, verkrampft? Haben Sie ein Verhandlungsgespräch vor sich, können sich aber vor lauter Dingen die Ihnen durch den Kopf gehen, mental nicht auf das Gespräch vorbereiten?

Manchmal hilft es, einfach mal locker zu lassen. “Leichter gesagt als getan,” sagen Sie? Nun, versuchen Sie es mit der folgenden Übung. Sie ist leicht nachvollziehbar, kann (fast) überall ausgeführt werden und hat einen nachhaltigen Effekt.

1. Stehen Sie in angenehmer, aufrechter Haltung, die Füße schulterbreit auseinander, die Knie leicht gebeugt, die Arme zu den Seiten hängend.

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Siegbert Engel
Ideen verbinden : : Menschen bewegen

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