Die Leichtigkeit im Tai Chi Chuan
Montag, 31. Mai 2010 | Autor: Siegbert Engel
Leichtigkeit (qing)
Von Wang Pinzheng
Aus dem Vereinsmagazin der Jianquan Taijiquan Association Shanghai vom 30.4.1981
Eines der Hauptziele beim Üben des Taijiquan ist Entspannung (song). Beim Pushhands ist Entspannung sogar noch wichtiger. Dies ist eine Tatsache, die alle kennen und es scheint sehr leicht erreichbar zu sein.
Tatsächlich ist es aber nicht so: Zwar ist bekannt, dass Anfänger sich nicht so leicht entspannen, aber selbst ein langjähriger Freund des Taijiquan, der sich mit jemandem auf ein Kämpfchen einlässt und von dem Anderen geschlagen wird, muss sich die Kritik anhören: „Du bist nicht entspannt genug!” Man muss Entspannung im gesamten Körper erreichen. Von der Leichtigkeit (qing) ausgehend kann man allmählich Entspannung erreichen.
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Ein wesentliches Konzept des Taijiquan, das immer wieder betont wird, ist die Natürlichkeit. Oft taucht dieser Begriff in Bezug auf die Führung der Bewegungen auf.
Der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard schrieb in seinem Werk Gehen: »Diese Feststellung machen wir immer wieder, dass, wenn wir gehen und dadurch unser Körper in Bewegung kommt, dann auch unser Denken in Bewegung kommt.«
Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates haben, vor allem in den so genannten Industrieländern, in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Häufig schafft (gezielte) Bewegung Erleichterung und wird eben deshalb als Therapie empfohlen. Doch welche Form der Bewegung ist effektiv genug um auch über längere Zeit die Beschwerden zu lindern oder gar zu beseitigen?
Die 2. Auflage meines Buches “Qi Gong – Das Übungsbuch” erscheint in den nächsten Tagen.

