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Woher kommt der ganze Datenmüll?

spam Woher kommt der ganze Datenmüll?Ein bewährtes und gängiges Kommunikationsmittel des digitalen Zeitalters ist die E-Mail. Nun könnte man ja der Meinung sein, dass die meisten Anwender, v.a. wenn sie das Medium beruflich nutzen, sinnvoll und verantwortungsbewusst damit umgehen können. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Da bekommt man E-Mails, die gleichzeitig und für jeden einsehbar, Dutzende von E-Mail-Adressen im Empfängerfeld oder im Text der E-Mail enthalten. Dabei ist es erschreckend, wie wenig die meisten Anwender über die damit verbundenen Gefahren und Risiken wissen. Mittlerweile fallen ca. 90% (!) aller E-Mails in die Rubrik SPAM bzw. Datenmüll.  Peinlich kann es werden, wenn man fahrlässig adressierte Rundbriefe, Infos oder einfach nur “witzige” Inhalte an Personen schickt, die sich untereinander nicht kennen. Oder freuen Sie sich unbedingt, wenn Ihre E-Mail-Adresse ungefragt in Massen-Mailings auftaucht, aus denen sich Rückschlüsse auf Ihre geschäftlichen oder privaten Kontakte ziehen lassen? Dabei ist es so einfach, verantwortungsbewusst und relativ risikofrei in der virtuellen Welt zu kommunizieren. 


Es gibt 3 Möglichkeiten, E-Mail-Empfänger in eine E-Mail einzutragen:
„To” (An) wird verwendet, wenn eine E-Mail nur einen Empfänger hat oder einer von mehreren einander bekannten Empfängern der Ranghöchste (Vorgesetzte) ist. Gibt es eine solche Unterscheidung bei mehreren bekannten Empfängern nicht (oder ist sie nicht angebracht), können hier auch mehrere oder alle Adressaten eingetragen werden.

„Cc” (Kopie) wird für alle weiteren einander bekannten Empfänger verwendet. Prinzipiell sind beide Empfängergruppen für alle Empfänger transparent.

„Bcc” (Blindkopie) sollte grundsätzlich dann verwendet werden, wenn sich alle oder einige Empfänger nicht kennen. Das trifft in mehr Fällen zu als angenommen, da im eigenen Adressbuch oft Personen aus verschiedenen Lebensbereichen (z. B. Familie, Arbeit, Verein) zusammengefasst sind. Alle unter „Bcc” aufgenommenen Empfänger bleiben für sämtliche weitere Empfänger unsichtbar.  

Beispiele für die sinnvolle Verwendung des transparenten Versands (To, Cc) sind dienstliche Informationen, die mehreren Kollegen oder Abteilungen zur Kenntnis gelangen (damit weiß jeder Empfänger, wem dieser Sachverhalt bekannt gemacht wird) oder Einladungen von einander bekannten Freunden zu einer Party (somit weiß jeder Empfänger, wen er bei dieser Party treffen könnte).

Beispiele für die sinnvolle Verwendung des verdeckten Versands (Bcc) sind Streu-E-Mails aller Art (vom bestellten Newsletter zu einem Thema bis zum spontan versandten Witz). Blindkopien können den transparenten Versand auch ergänzen (z. B. zur eigenen Archivierung).

Wenn Streu-E-Mails (im schlimmsten Fall: die nicht ausrottbaren Kettenbriefe) nicht verdeckt versendet werden, liegt eine, wenn auch oft nur fahrlässige, aber dennoch folgenschwere Verletzung des Datenschutzes vor.
(Quelle.: trollpress.de/bcc/)
 

Wie kann man E-Mails an mehrere Empfänger als Blindkopie versenden?
Dazu schreibt man die E-Mail-Adressen aller Empfänger in das Bcc-Feld. Häufig befindet sich das Bcc-Feld unter dem Cc-Feld. Ältere E-Mail-Programme zeigen das Feld nicht ständig an und es muss bei Bedarf erst sichtbar gemacht werden.

Hinweis: Bei einigen E-Mail-Programmen und Webmail-Anbietern ist es Pflicht, dass im An-Feld mindestens eine E-Mail-Adresse steht. Falls dies der Fall ist, kann man die eigene E-Mail-Adresse in das An-Feld schreiben. So erhält man auch eine Bestätigung, dass die E-Mail versendet wurde. (Quelle: blindkopie.de/versand/)
 

Hilfreiche Links: 
Nie wieder Spam
OLG Düsseldorf: Sorgfaltspflichten bei E-Mail-Verkehr & Spam-Mails 
E-Mail Blindkopien
5 Tipps gegen SPAM
Bewerben per E-Mail – Fehler vermeiden
Sicher ins Netz

3 Kommentare
  1. Ich sehe es auch als problematisch an, dass einige einfach bei allem auf weiterleiten klicken. so hat man ein riesiges Email aufkommen, das meiste ist davon Unsinn.

  2. Ich finde die Bcc-Option sehr sinnvoll und nutze sie auch öfters im beruflichen Umgang. Es muss einfach nicht sein, dass jeder die e.mail-adressen der anderen Adressaten einsehen kann. Trotzdem könnte hier noch einiges optimiert werden.

  3. Mir ist es versehentlich mal passiert, dass ich das cc anstatt das bcc verwendet hab. Da gab es heftige Rückmeldungen, passiert mir nicht noch einmal.

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Siegbert Engel
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