Die Freude der Fische – Kostenlose chinesische Philosophietexte

Montag, 19. Juli 2010 | Autor: Siegbert Engel

Wquelle Die Freude der Fische   Kostenlose chinesische Philosophietexteill man zur Quelle der chinesischen Bewegungs- bzw. Kampfkünste vordringen, kommt man um die Klassiker nicht herum. Drei der berühmtesten klassischen Texte der chinesischen Philosophie sind das I Ging – Das Buch der Wandungen, das Tao Te King oder auch Daodeqing und  die Texte des Dschuang Dsi.

Das Projekt Gutenberg stellt seit einigen Jahren klassische und modernere Texte ostenlos zur Verfügung. So auch die oben erwähnten Klassiker der chinesischen Philosophie. Die bei Projekt Gutenberg zur Verfügung gestellten Texte wurden alle von Richard Wilhelm ins Deutsche übertragen. Als Pfarrer und Missionar hatte Richard Wilhelm sicherlich eine eigene Weltsicht, die in die Übersetzungen einfloss. Dennoch sind seine Übertragungen immer noch lesenswert und bieten einen guten Einstieg in die chinesische Weltsicht.

Die Texte findet man hier:
I Ging
Daodejing
Dschuang Dsi (Auszüge)

Zum Daodejing gibt es eine kurze, theoretische Abhandlung, die man hier lesen kann.

Als Audiobook gibt es das Daodejing hier.

Thema: Bewegung, Kommunikation | Beitrag kommentieren

Forschungsergebnisse zu Tai Chi, Qigong, TCM

Donnerstag, 15. Juli 2010 | Autor: Siegbert Engel

Ab sofort werden in der Rubrik Studien & Texte Materialien und Links zur Grundlagenforschung zur Verfügung gestellt. Dieses Archiv erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, doch möchte ich im Laufe der Zeit eine umfangreichere Dokumentation der Forschungsergebnisse in Bezug auf Tai Chi Chuan, Qigong und TCM zur Verfügung stellen. Hilfe ist jederzeit willkommen und auch Hinweise auf Untersuchungen, Ergebnisse und Abhandlungen zum Thema nehme ich dankbar an.

Wie finden Sie diese Idee?

Thema: Gesundheit, Kommunikation, Qigong, TCM, Tai Chi Chuan | Beitrag kommentieren

The Signs of Success

Freitag, 29. Januar 2010 | Autor: Siegbert Engel

The Signs of Success:
To laugh often and love much;
to win the respect of intelligent people
and the affection of children;
to earn the appreciation of honest critics
and endure the betrayal of false friends;
to appreciate beauty;
to find the best in others;
to leave the world a bit better,
whether by a healthy child, a garden patch,
or a redeemed social condition;
to know even one life has breathed easier
because you have lived;
this is to have succeeded.

R. W. Emerson

Thema: Kommunikation, Kreativität | Ein Kommentar

Woher weißt du, wie es mir geht?

Montag, 18. Januar 2010 | Autor: Siegbert Engel

empathy Woher weißt du, wie es mir geht?Tai Chi Chuan und Qigong sind sehr tief greifende und umfassende Methoden der Bewegungs- und Haltungsschulung. Um Menschen anzuleiten, ist es wichtig Ihre Fähigkeiten bzw. Möglichkeiten so genau wie möglich zu erfassen und auf Basis der Beobachtungen konkrete Handlungsanweisungen zu geben. Wie erkenne ich, wo jemand gerade “steht”? Woher weiß ich, wo ein Schüler oder eine Schülerin gerade mit der Aufmerksamkeit, mit seinen Gefühlen ist und wie weit kann ich bei Korrekturen gehen?

Empathie, das Einfühlungsvermögen, hilft gerade in Unterrichtssituationen, Menschen in ihrem Wesen zu erfassen. Doch wie kann ich mitfühlen, mich in jemanden hineinversetzen, wenn alles was ich bei anderen Menschen sehe, in meinem Gehirn doch ohnehin direkt zur bloßen Interpretation wird. Genau das ist die Schwierigkeit. Um nicht in die Falle der Interpretation zu tappen, ist es erforderlich, sich vollkommen zurückzunehmen, die Wahrnehmung auf den bloßen Akt des Wahrnehmens zu reduzieren. “Die Kiefer als Kiefer sehen” ist ein Ausdruck aus dem Zen, der so schlicht und einfach scheint, doch in der Praxis nur schwer zu verstehen und noch schwieriger umzusetzen ist. Eine Kiefer als Kiefer zu “sehen”, bedeutet sie zu erkennen ohne sie mit Begrifflichkeiten oder dem Bild, das wir von einer Kiefer haben zu belegen. Unser Bild von einer Kiefer ist nicht die Kiefer selber.

Durch Meditation kann ich lernen, mich soweit zurückzunehmen, dass die Welt nicht mehr das Bild ist, das ich von ihr habe. Sie wird frei von allen Begrifflichkeiten und Interpretationen.

Übung: Schauen Sie einen Tag lang auf die Hände Ihrer Mitmenschen. Nehmen Sie die Handfläche, den Handrücken, die Finger, die Fingernägel, die Haut, die Hautfarbe, die Bewegung, die Blutgefäße usw. wahr, ohne das was Sie sehen zu bewerten oder mit Worten zu belegen. Ob die Fingernägel kurz, lang, gefärbt, schmutzig sind – es spielt keine Rolle. Versuchen Sie die Hände als Hände zu sehen. Nur das.

Empathie kann aber auch durch Schauspieltraining geübt werden. Klingt komisch? Ist es nicht. Konstantin Stanislawski, der als Vater des Method Acting angesehen werden kann, empfahl seinen Schülern die Mitmenschen so genau wie möglich nachzuahmen. Die Schüler sollten lernen über die Imitation der Gestik, des Gesichtsausdrucks, der Körperhaltung so zu empfinden, wie der Mensch den sie beobachteten. Körperhaltung, Körperspannung, Gestik und Mimik sind mit unseren Emotionen verbunden und umgekehrt. Kein Gefühl das sich nicht auch körperlich ausdrückt, kein Körperempfinden, dass nicht auch eine Emotion auslöst.

Sie können die oben beschriebene “Handübung” erweitern: Gehen Sie einmal in einer belebten Fußgängerzone (dort fallen Sie weniger auf) 5 bis 10 Minuten hinter einem Menschen her, der Ihnen auffällt. Ahmen Sie die Körperhaltung und die Gangart dieses Menschen so exakt wie möglich nach. Wie fühlen Sie sich dabei? Was verändert sich in Ihnen, in Ihrem Körpergefühl, in Ihrer Wahrnehmung?

Im Journal of General Internal Medicine wurde übrigens vor einiger Zeit genau über diesen Sachverhalt berichtet: Eine Untersuchung hatte ergeben, dass Ärzte, die Schauspielunterricht genommen hatten, viel mehr Mitgefühl in der Behandlung ihrer Patienten entwickelten und auf diesem Wege zu besseren Behandlungsergebnissen kamen.

Vor allem Lehrer (von Bewegungsmethoden) und Behandler sollten sich also viel stärker mit den Möglichkeiten einer gezielten meditativen Praxis und den Grundlagentechniken der Schauspielkunst auseinandersetzen, um ihre Mitmenschen dort abzuholen, wo sie stehen – im wahrsten Wortsinn.

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Gefühle im Gleichgewicht

Freitag, 11. Dezember 2009 | Autor: Siegbert Engel

two women fighting1 Gefühle im GleichgewichtWas wir im großen Maßstab in der Natur beobachten können, gilt auch im kleinen Maßstab, also auf der Ebene der eigenen Existenz. Unser Geschlecht, unsere Befindlichkeit, das Zusammenspiel unserer Organe – in allem finden sich stets beide Anteile, Yin und Yang, in unterschiedlicher Gewichtung. Ist etwas im Überfluss vorhanden oder gibt es einen Mangel, so ist das Gleichgewicht gestört und umgekehrt.

Diese sensible Balance finden wir auch auf emotionaler Ebene. Unsere Emotionen beeinflussen unser gesamtes Befinden, körperlich, geistig, seelisch. Diese Erkenntnis und die Konsequenzen die daraus erwachsen ist so alt wie die chinesische Medizin.

Weiterlesen: “Gefühle im Gleichgewicht”

Thema: Kommunikation, Kreativität | Ein Kommentar