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Wie übt man “richtig” Tai Chi?

In Tai Chi- oder Qigong-Kursen und in Seminaren kommt häufig die Frage: “Kann ich mir die Übungen auf DVD oder bei YouTube anschauen oder gibt es ein Buch in dem ich nachlesen kann? Ich möchte die Übungen halt ganz richtig machen und mich auch daran erinnern können.” Nun, Ich kann dieses Anliegen gut verstehen, zumal gerade digitale Medien eine einfache Form darstellen, Inhalte zu vermitteln und scheinbar auch zu lernen. Häufig führt aber gerade diese Herangehensweise zu Frustrationen und ist tatsächlich wenig geeignet, es “richtig” zu machen. Die Methode des Tai Chi oder des Qigong kann man gewiss aus Büchern oder durch eine DVD lernen, die Idee und die tieferen Prinzipien lassen sich jedoch dadurch nicht erlernen. Ein Verständnis für die Komplexität der Haltungsstruktur und der Bewegungsmuster lässt sich nur durch persönlich angeleitetes Üben entwickeln.

Ein Verstehen von Tai Chi und Qigong wächst langsam und lebt durch die direkte persönliche Erfahrung, die Korrektur durch einen Lehrer und die Kontinuität des eigenen Lernens.

Einige Tipps aus meiner eigenen Lernpraxis können Ihnen helfen, das Üben und Lernen zu erleichtern. Die Angaben zu den Figuren aus dem Tai Chi lassen sich auf alle Übungen, auch die des Qigong, übertragen.

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Effects of qigong on regional pain syndrome

Among the genuine qigong group, 82% reported less pain by the end of the first training session compared to 45% of control patients. By the last training session, 91% of qigong patients reported analgesia compared to 36% of control patients. Anxiety was reduced in both groups over time, but the reduction was significantly greater in the experimental group than in the control group.

Qigong in der Schmerztherapie

Eine Studie aus dem Jahr 1999 belegt, dass Qigong einen eindeutig positiven Effekt auf lokale Schmerzsymptome hat. Die Ergebnisse basierten auf den Erfahrungen einer Qigong-Gruppe, die von einem Qigong-Meister instruiert wurde und einer Kontrollgruppe die mit ähnlichen Übungen von einem Pseudo-Meister unterwiesen wurde. Bereits am Ende der ersten Trainingseinheit zeigte sich, dass 82% der Schmerzpatienten weniger Schmerzen hatten im Vergleich zu 45% in der Kontrollgruppe. Das Ergebnis nach der letzten Trainingseinheit war noch eindeutiger (91% / 36%).z


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Die Leichtigkeit im Tai Chi Chuan

federLeichtigkeit (qing)
Von Wang Pinzheng

Aus dem Vereinsmagazin der Jianquan Taijiquan Association Shanghai vom 30.4.1981

Eines der Hauptziele beim Üben des Taijiquan ist Entspannung (song). Beim Pushhands ist Entspannung sogar noch wichtiger. Dies ist eine Tatsache, die alle kennen und es scheint sehr leicht erreichbar zu sein.

Tatsächlich ist es aber nicht so: Zwar ist bekannt, dass Anfänger sich nicht so leicht entspannen, aber selbst ein langjähriger Freund des Taijiquan, der sich mit jemandem auf ein Kämpfchen einlässt und von dem Anderen geschlagen wird, muss sich die Kritik anhören: „Du bist nicht entspannt genug!” Man muss Entspannung im gesamten Körper erreichen. Von der Leichtigkeit (qing) ausgehend kann man allmählich Entspannung erreichen.

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Das chinesische Konzept der Natürlichkeit

ziranEin wesentliches Konzept des Taijiquan, das immer wieder betont wird, ist die Natürlichkeit. Oft taucht dieser Begriff in Bezug auf die Führung der Bewegungen auf.

So heißt es z.B. bei Wu Yinghua: „Ob in der Form oder im Pushhands, die Bewegungen sollten natürlich sein.“. Auch auf die Natürlichkeit der Atmung wird Wert gelegt. In einem Interview der Zeitschrift „Martial Arts“ antwortet Ma Yueliang auf die Frage, ob das Studium des Taijiquan mit einer speziellen Atemtechnik verbunden sei: „Nein, man atmet ganz natürlich.“

Ma Jiangbao erläutert dies näher: Anstatt den Atem kontrolliert zu führen oder die Bewegung der Atmung anzupassen, soll beim Lernen der Form genauso geatmet werden wie sonst auch. Durch regelmäßiges Üben wird eine tiefe und volle Atmung erreicht und „die Atmung passt sich dann sehr natürlich der Bewegung an“.

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The health benefits of tai chi – Tai Chi und Gesundheit

tai-chi-paarDas Harvard Medical School’s Osher Research Center erforscht seit einigen Jahren die Methode des Tai Chi und die positiven Auswirkungen auf Körper und Geist.

“A growing body of carefully conducted research is building a compelling case for tai chi as an adjunct to standard medical treatment for the prevention and rehabilitation of many conditions commonly associated with age,” sagt Peter M. Wayne vom Harvard Medical School’s Osher Research Center.

So wird u.a. über die Einflüsse auf Muskulatur, Atmung und Beweglichkeit, sowie über die Auswirkungen eines Tai-Chi-Trainings bei Krebs, Bluthochdruck, Morbus Parkinson oder Schlafstörungen berichtet.

Eine zusammenfassende Darstellung der Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet (in englischer Sprache) und eine Einführung in die Methode mit hilfreichen Tipps zum Training kann man bei Harvard Health Publications nachlesen.

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Siegbert Engel
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