Tipps zur Lebensführung im alten China

Dienstag, 30. September 2008 | Autor: Siegbert Engel

herbst Tipps zur Lebensführung im alten ChinaKonkrete Anleitung zur Lebensführung und zu angemessenem Verhalten findet man u.a. auch in dem Klassiker der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem Huang Di Nei Jing Su Wen, dem Klassiker des gelben Kaisers, kurz Nei Jing genannt, dessen Ursprung im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zu suchen ist. In fiktiven Gesprächen zwischen Huang Di, dem legendären „Gelben Kaiser“ und seinem Minister Qi Bo werden alle theoretischen wie praktischen Aspekte menschlicher Gesundheit, Gesunderhaltung und Lebenspflege intensiv beleuchtet.

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Brecht sagt…

Montag, 29. September 2008 | Autor: Siegbert Engel

„Geh’ ich bei Zeiten in die Leere, komm’ ich aus der Leere voll. Wenn ich mit dem Nichts verkehre, weiß ich wieder, was ich soll!“

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Die richtige Entspannung

Freitag, 26. September 2008 | Autor: Siegbert Engel

relax Die richtige EntspannungEntspannung wünschen sich viele Menschen. Gerade in Kursen und Seminaren erlebe ich es immer wieder, dass TeilnehmerInnen vom Arzt geschickt werden um sich durch gezieltes (Qigong- oder Tai Chi Chuan-) Training zu entspannen. Dabei gehen die empfehlenden Ärzte als auch die InteressentInnen oft von einer Form der Entspannung aus, die sie im Training so nicht finden.

Permanente Überlastung und negativer Stress führen zu erhöhter Reizbarkeit, Erschöpfung, Kreislaufproblemen, Schlaflosigkeit. All das soll sich durch das Training möglichst rasch in Wohlgefallen auflösen. In den Medien wird dieses falsche Bild einer “Instant-Entspannung” durch gut aussehende, durchtrainierte Modells in Lifestyle-Ambiente zusätzlich noch gefördert. Dass der Weg zu wahrer Entspannung mitunter steinig sein kann, und dass es eines gewissen Aufwands bedarf um dorthin zu gelangen, möchte man am liebsten nicht wahrhaben.

Egal ob man nun Yoga, Qigong oder Tai Chi Chuan praktiziert: Entspannung muss man erst wieder (und kann man) lernen. Um zu verstehen was mit Entspannung im Sinne der genannten Methoden gemeint ist, möchte ich den chinesischen Begriff song (sprich: Ssung) erläutern. Für song gibt es in unserer Sprache keine angemessene Übersetzung. Sinngemäß bedeutet song soviel wie entspannen, locker(n). Unter song wird eine bewusste Lockerheit des Körpers und des Geistes verstanden, die allerdings nichts mit Schlaffheit zu tun hat. Vielmehr wird versucht durch eine erhöhte Achtsamkeit nicht die gesamte Spannung im Körper zu lösen, sondern nur das Zuviel an Spannung zu entdecken und loszulassen. Und das ist ein aktiver Prozess. Nehmen wir das Bild einer Feder: Eine Feder die zu stark gespannt wird reißt. Eine Feder die nicht gespannt wird bewegt nichts. So ist es mit uns: Wenn wir uns zu lange überlasten, werden wir krank oder brechen zusammen. Sind wir lasch, bewegen wir auch nichts. Es geht darum das richtige Maß an gelöster Grundspannung zu finden und zu halten.

Auf der geistigen bzw. mentalen Ebene gilt das gleiche Prinzip. Normalerweise sind wir in einen permanenten inneren Monolog verstrickt, beschäftigen uns mit allen möglichen Dingen – von der Einkaufsliste bis hin zum Ärger mit Kollegen. Durch Achtsamkeit und wache Aufmerksamkeit können wir lernen, nach und nach den Geist von diesen inneren Selbstgesprächen, Urteilen oder Zweifeln zu befreien und auszudehnen. (Dass es sich dabei nicht um esoterischen Humbug handelt, weiß mittlerweile jeder Mensch der sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzt.)

Sind Körper und Geist von diesem Zuviel befreit und in einem Zustand gelöster, achtsamer Grundspannung bzw. Wachheit, wird man recht schnell einen Zuwachs an Vitalität, Spontaneität und (innerer) Ruhe verspüren. Durch fortgesetztes Üben kann man, quasi als Belohnung für die Mühe, diesen Zustand dauerhaft festigen. Sind wir dann einmal in einer Situation die Stress verursacht oder die uns überfordert, können wir uns durch die gelernten Methoden rasch regenerieren und in eine angenehme Grundstimmung zurückfinden.

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WATSU – Körperarbeit im Wasser

Samstag, 13. September 2008 | Autor: Siegbert Engel

watsu1 WATSU   Körperarbeit im WasserVor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit WATSU® bzw. Wasser-Shiatsu kennenzulernen – ein sehr bewegendes Erlebnis im wahrsten Wortsinn…

WATSU® ist eine einfühlsame Körperarbeit im warmen Wasser, die von dem Amerikaner Harold Dull 1980 aus dem ZEN-Shiatsu entwickelt wurde. Durch Druck mit Finger oder Handballen werden Akupunkturpunkte stimuliert und der Energiefluss in den Meridianen harmonisiert. Kundige Hände massieren die Muskulatur. Die Gelenke können gelockert werden. Der Körper wird in behutsam fließenden Bewegungen gestreckt, gedehnt und bewegt. Eine tiefere Atmung kann sich einstellen. WATSU® ist Kommunikation durch Berührung und achtsame Zuwendung.

Wasser ist das Element des Lebens. Losgelöst von Zeit und Raum gleitet beim WATSU® Ihr Körper auf Händen getragen durch das 34° warme wohltuende Wasser. In der Schwerelosigkeit des Wassers empfinden Sie die “Leichtigkeit des Seins”. In tiefgreifender Entspannung kann Stress losgelassen werden. Es wird möglich, alte Bewegungs- und Verhaltensmuster zu verändern. Ein neues Körper-bewußt-sein kann sich als entscheidende Lebensqualität entwickeln. Körperlich und geistig erholt, mental erfrischt und ausgeglichen spüren Sie eine innere Harmonie mit sich selbst. (Auszugsweise mit Genehmigung der Verfasserin Birgit Makowski, www.watsu-koeln.de)

Weitere Infos und die Möglichkeit selber in den Genuss einer WATSU®-Sitzung zu kommen gibt es hier.

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Fit ohne Geräte, Teil 1: Lockern

Montag, 8. September 2008 | Autor: Siegbert Engel

Um fit zu werden und fit zu bleiben ist es nicht unbedingt erforderlich, an oder mit Geräten zu trainieren. Wohlbefinden und Fitness ist auch mit einfachen Mitteln zu erzielen. Lernen Sie einige leicht nachvollziehbare Übungen kennen die schon mit geringem Zeitaufwand rasch zum Erfolg führen – auch im Büro oder an Ihrem Arbeitsplatz.

Im ersten Teil finden Sie einige Übungen, deren Schwerpunkt auf der Lockerung des Körpers und verspannter Muskelpartien liegt. Lassen Sie sich bei der Umsetzung der einzelnen Übungen Zeit, genießen Sie es zu spüren, wie der Körper im Laufe der Übungen und mit zunehmender Erfahrung lockerer und beweglicher wird.

Sollten Anweisungen zur Atmung gemacht werden, können Sie diese zu Beginn getrost außer Acht lassen. Atmen sie ruhig, gleichmäßig und v.a. natürlich ein und aus. Werden Sie sicherer bei der Durchführung, integrieren Sie nach und nach die (korrekte) Atmung, wie beschrieben in Ihr Training. Ist keine konkrete Atemanweisung angegeben, gilt: Die Atmung ist ruhig, gleichmäßig, natürlich.

Allen in diesem Teil vorgestellten Übungen ist gemeinsam, dass sie mit der größten möglichen Lockerheit durchgeführt werden. Die Muskeln im Schulterbereich werden hierbei besonders angesprochen und – korrekt durchgeführt – können auch hartnäckige Verspannungen auf diesem Wege gelöst werden. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Beharrlichkeit und Geduld führen stets zum Ziel. Immer.

Arme schwingen I

arme schwingen 12 150x150 Fit ohne Geräte, Teil 1: Lockern

Stellen Sie sich so hin, dass die Füße schulterbreit und die Fußinnenkanten parallel zueinander stehen. Die Knie sind leicht gebeugt, Arme und Hände hangen locker an den Korperseiten.

Heben Sie nun die Arme so weit nach vorne hoch, dass die Daumen der mit den Handflächen zum Boden weisenden Hände sich auf Nabelhöhe befinden. Lassen Sie die Arme locker fallen. Schwingen Sie die Arme mit eben dieser Lockerheit vor und zurück, vor und zurück. Die Arme bleiben bei diesem Schwingen schulterbreit von einander entfernt, die Hände bewegen sich nicht, die Handflächen weisen stets nach hinten bzw. beim Schwung nach vorne etwas nach unten.

Schwingen sie die Arme mindestens 2 Minuten.

Tipp: Die Armschwünge werden locker aus dem Schultergelenk ausgeführt. Stellen Sie sich vor, Ihre Arme seien zwei schwere, starke Seile, die, an der Schulter befestigt, hin und her pendeln. Die Ellbogen werden nicht zu sehr gebeugt. Hände nur bis Nabelhöhe nach vorne oben schwingen lassen. Der Blick ist stets nach vorne gerichtet. Rücken gerade halten; nicht ins Hohlkreuz fallen. Nicht die Arme führen oder festhalten.

Arme schwingen II

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Die Übung wird ähnlich wie die vorhergehende ausgeführt. Der Unterschied besteht darin, dass diesmal die Arme wechselseitig geschwungen werden. Ein Arm schwingt nach vorne, einer nach hinten. Dabei dreht sich der Oberkörper sanft in der Taille.

Schwingen sie die Arme ca. 2 Minuten.

Tipp: Schauen Sie nach vorne. Belasten Sie beide Beine gleichermaßen, verlagern Sie nicht Ihr Gewicht beim Schwingen der Arme.

Arme schwingen III

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Nehmen Sie die Grundposition wie oben beschrieben ein. Drehen Sie mit Schwung Ihren Oberkörper nach links und dann nach rechts. Lassen Sie dabei die Arme locker um Ihren Körper fliegen. Schauen Sie bei der Drehung des Oberkörpers über die Schulter der gleichen Seite nach hinten Richtung Boden. Der Kopf beginnt mit der Drehung, der Rumpf folgt, die Arme fliegen hinterher. Sollte Ihnen der Blick nach hinten unangenehm sein, schauen Sie während dieser Übung weiterhin nach vorne; lediglich Ihr Rumpf dreht sich und die Arme schwingen um den Körper.

Führen Sie die Übung ca. 2 Minuten lang durch.

Tipp: Nicht das Gewicht verlagern. Gleichmäßig schwingen; langsam beginnen und allmählich steigern.

Arme schwingen IV

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Stellen Sie Ihre Füße in doppelt schulterbreiten Abstand. Heben sie langsam die Arme seitlich nach oben, die Handflächen weisen zum Boden. Haben die Arme die Schulterhöhe erreicht, lassen Sie sie locker fallen und vor dem Körper bzw. der Brust nach oben schwingen. Dabei kreuzen sich die Handgelenke auf Brusthöhe; die Handflächen weisen zum Körper. Anschließend schwingen die Arme wieder zur Seite nach oben und wieder zurück. Kreuzen Sie die Handgelenke so, dass einmal die linke Hand und beim nächsten mal die rechte Hand innen ist.

Üben Sie erst einmal dieses Schwingen der Arme. Der zweite Teil dieser Übung bezieht die Beine in die Bewegung ein,: Schwingen die Arme vor die Brust, lassen Sie sich langsam nach unten sinken, indem Sie die Beine stärker beugen – sich also tiefer setzen. Zählen Sie zwei Schwünge und lassen sie sich sinken, zählen Sie weitere zwei Schwünge und strecken Sie langsam wieder die Beine, ohne sie jedoch durchzustrecken. Der Po sinkt ca. 20 cm nach unten, anschließend steigt er wieder diese ca. 20 cm nach oben.

Führen Sie die Übung ca. 2 Minuten lang durch.

Tipp: Rücken gerade halten; nicht ins Hohlkreuz fallen. Nicht die Arme führen oder festhalten.

Aus: Siegbert Engel – Richtig Tai Chi
© BLV, München, 2004. Fotos von Ulli Seer

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